Nolls Marginalien

 

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Nolls Passage

Samstag, 16. Juni 2018, 21:57 Uhr

Devil you know

. — „Oh, you poor sad fuck. What the hell you are doing here?“ – „Looking for a good time.“ – „You know what kind of place this is? This is where hope comes to get fucked in the ass.“ – „When she’s showing up?“ — Dinah und Nucky. In: Boardwalk Empire 5, 6.
Samstag, 19. Mai 2018, 07:19 Uhr

Pfrohes Pfingsten

. — Ein Beitrag des Syndikats Alberne Wortwitze nur an Pheiertagen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Sonntag, 6. Mai 2018, 10:18 Uhr

Chock, charmanter

. — Sie fragte, bemerkenswert charmant, was der Unterschied zwischen Engeln und fliegenden Maulwürfen sei. Und sogleich fragte ich mich, wer dies entzückende Wesen ist. Nun, ihr Name ist Barbara. (Offenbarung? Versuchung? Du bist albern, erspare uns melancholische Kapriolen.) Auf ihrer Homepage notiert, bemerkenswert auch das: „Philosophie ist riskantes Denken: Sie rüttelt an Dogmen und erprobt gedanklich das scheinbar Unmögliche.“ (Ja, um den Kern zu verstehen, muss man die Ränder aufsuchen und begreifen. Dort grüßt Herr N.)
Samstag, 5. Mai 2018, 18:44 Uhr

Final Fantasy

. — Auch kann KI bzw. das Nachdenken über ihre Entwicklung einen einschüchtern, mich allemal, ebenso die junge Reporterin, die auf dem kleinen Weltuntergang-Symposium nach einem Statement fragte, das improvisiert so ausfiel: Wenn der erste halbwegs tüchtige KI-Virus seine Reise begonnen hat, sich selbst modulierend und distribuierend, wird die Seinsweise der Menschheit, wie wir sie heute kennen, am Tag 143 nach dieser klitzekleinen Singularität beendet sein.
Samstag, 5. Mai 2018, 17:26 Uhr

You’re next

. — Waren Nazis und ihre Schergen noch auf analoge Bevölkerungsregister, Lochkarten und Denunzianten angewiesen, um Gegner, Juden, Kommunisten etc. ausfindig zu machen, um sie zu drangsalieren und zu ermorden, müssen wir nun anmerken: Die nächsten Pogrome werden effizienter dank Big Data. – Ziehen Sie eine Nummer und warten Sie, bis Ihre Nummer aufgerufen wird. (Der nächste unfreundliche Gestapomitarbeiter geleitet Sie zum Verhör.) Oder Sie betreiben Datenschutz. – Wie? Du hast nichts zu verbergen? Dann bist du eine Hohlbratze!
Freitag, 4. Mai 2018, 08:12 Uhr+2

Stackoverflow

. — Was man einer Ente verschweigen sollte: „May is National Masturbation Month.“
Mittwoch, 2. Mai 2018, 09:11 Uhr

Sperrbezirk

. — Dass ich alles und jeden sieze, hielt ich für einen rhetorischen Spleen. Ist es auch; spielerische, behutsame Annäherung. Möglich aber auch, dümpelte mir nun, Ausdruck davon, dass ich mit Welt und Leuten wenig zu tun haben mag. Rhetorik als Abstandshalter.
Sonntag, 29. April 2018, 09:45 Uhr

Scaryfairy

. — „My girlfriend said, if this entry gets 102 upvotes, we’ll try anal. So, please, don’t vote; her strap-on is huge and it really scares me.“
Freitag, 27. April 2018, 09:07 Uhr

Problem IV

. — Die Arroganz der Arglosen: „Weil niemand die Welt voll erfassen kann, und wenn er noch so weise wäre, drängen sich jene zur Macht, die sich darüber keine Sorgen machen.“ – Stanisław Lem, Eine Minute der Menschheit.
Mittwoch, 25. April 2018, 16:34 Uhr+1

Tropenmedizin

. — (Cartoon der Jungle World, via taz:) „Ich verlese jetzt die Namen der Personen, die mich am Arsch lecken können. Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich um etwa dreieinhalb Tage...“
Mittwoch, 25. April 2018, 16:17 Uhr+1

Nachhilfeunterricht

. — Für die SZ, und schlimmere Zeitdunge, von Günter Zint: „Die Menschen werden heute mit so vielen Nebensächlichkeiten zugemüllt, dass es ihnen kaum noch möglich ist, sich auf die politischen Inhalte zu konzentrieren.“
Freitag, 20. April 2018, 10:12 Uhr

Kurzschlusskommentartartar

. — „Bringt Besuch von Pornoseiten zwingend eine Virusinfektion mit sich?“ fragte Kaspersky, was mich freute, weil ich das dreifach kommentieren konnte: „(Bitte nicht stören)“ + „Recherche dauert an......“ + G. Ringsgwandl: „Ja, ho, i wui koa Aids net kriagn...“
Freitag, 20. April 2018, 09:35 Uhr

Berlin≈Hamburg

. — „Berlin“, schrieb F. Wedekind an A. Holitscher, „ist eben keine Stadt, sondern ein trauriger Notbehelf, ein Konglomerat von Kalamitäten.“
Freitag, 20. April 2018, 09:20 Uhr

Bare Münze

. — „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte; es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht [oder sonst wo] erzählt.“ Verkündete Egon Bahr, 91-jährig, Schülern in Heidelberg.
Mittwoch, 18. April 2018, 13:40 Uhr+4

Faceb00k

. — Was ich vor Jahren schon schreiben wollte: Warum man dieses dusselige Ding hassen kann resp. sollte. Nun, dazu ist es nicht gekommen. Und ich muss gestehen, dass ich in den letzten Wochen dort einige Stunden verbrachte. Was freilich nichts an meiner Verachtung änderte. Immerhin bescherte mir der Aufenthalt im Affenzirkus zwei neue Vorurteile. Zunächst: Je mehr Selbstbildnisse du auf deiner Seite hast, desto bescheidener dein Intellekt und widerwärtiger dein Charakter. Sodann: Ist Euch aufgefallen, dass diejenigen Eurer „Freunde“, die viele „Freunde“ haben, ausschließlich und durchweg jene Beiträge liebkosen, die von Personen stammen, die viele „Freunde“ haben, gleich wie dämlich sie sind? Das ist plumpe Anbiederei, weniger zu begründen mit Ausgabealgorithmen als mit einem defekten Charakter. (Ja, es gibt Ausnahmen, wohl möglich.)
Dienstag, 17. April 2018, 14:15 Uhr+1

Realitäten

. — „Männer kamen herein und setzten sich erschöpft auf Barhocker, halb kirre von dem, was der Arbeitstag ihnen angetan hatte. Sie waren auf der Suche nach etwas anderem, aber es gab nichts anderes.“ – „Die Menschen steckten in der Klemme. Sie waren abweisend und verzweifelt. Sie hatten das Gefühl, dass ihnen ihr Leben verhunzt wurde. Und sie hatten recht.“ – „Er war pleite, der Staat war pleite, die Welt war pleite. Wer hatte eigentlich das verdammte Geld?“ – „Der Weg zur Hölle bot reichlich Gesellschaft, war aber nach wie vor sehr einsam.“ — Charles Bukowski, Jeder zahlt drauf.
Sonntag, 15. April 2018, 20:08 Uhr

Ficktion

. — „Ihr Kleid war hochgerutscht und zeigte mehr, als ich seit Monaten zu sehen bekommen hatte. Sie sah mein Lächeln und erwiderte es.“ – Charles Bukowski, Entschuldigung.
Freitag, 13. April 2018, 11:51 Uhr+1

Ordnungsruf II

. — Herbert Wehner bemerkte im Jahr 1973: „So wichtig heute auch Computer und Datenverarbeitung sind, es wäre schrecklich, wenn sie höher bewertet würden als das, was der Mensch wirklich selber bedeutet, was er braucht und wozu er gebraucht werden kann.“ – Durchaus wäre es dem einen oder anderen Digitaldesperado anzuraten, darüber nachzudenken, Sinn und Unsinn, Nutzen und Gefahren abzuwägen. Man muss, besonders mit Big Data, nicht alles machen. Datenschutz ist wichtig, Datenmissbrauch ist verwerflich. Während wir auf weitere #dunghillnews warten, ehren wir Snowden, jawoll, und hören, was Hildebrandt und Schneyder 1979 anmerkten: klick.
Dienstag, 10. April 2018, 12:40 Uhr+1

Ordnungsruf

. — „Die moralische Substanz unserer Gesellschaft“, bemerkte Herbert Wehner, „muss doch daran gemessen werden, inwieweit wir die Menschenwürde aller achten, also auch und gerade der sozial Schwachen, Außenseiter und Minderheiten.“
Sonntag, 1. April 2018, 11:25 Uhr+1

TrekkDrecksbande

. — Erklärte einem Guamer Kapitalismus. Also keine Vulkanier, alles Ferengi? Ja, genau, nur mit kleinen Ohren.

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